Was ist der Unterschied zwischen gewebtem undVliesstoff
Vliesstoffe
Video zur Herstellung von Nadelvliesstoffen
Vliesstoffe sind eigentlich keine Stoffe, obwohl sie uns das Gefühl vermitteln, Stoffe zu sein.
Vliesstoffe können bereits im Faserstadium hergestellt werden. Die Fasern werden Schicht für Schicht übereinandergelegt und mittels eines geeigneten Bindeverfahrens zu einem Gewebe verbunden.
Sie werden nicht durch Weben oder Stricken hergestellt und erfordern keine Umwandlung der Fasern in Garn. Vliesstoffe werden allgemein als flächige oder netzartige Strukturen definiert, die durch Verflechten von Fasern oder Filamenten (und durch Perforieren von Folien) mechanisch, thermisch oder chemisch miteinander verbunden sind.
Es gibt keine Verflechtung der Garne zur inneren Kohäsion wie bei einem gewebten Stoff. Es handelt sich um flache, poröse Platten, die direkt aus einzelnen Fasern oder aus geschmolzenem Kunststoff oder Kunststofffolie hergestellt werden.
Filz ist der gebräuchlichste Stoff, den wir als „Vliesstoff“ bezeichnen. Beim Filzen werden die Fasern in einer Lösung so lange bewegt, bis sie sich verheddern und verhaken, um einen dichten, nicht dehnbaren Stoff zu bilden.
Vliesstoffe finden auch in unserem Alltag breite Anwendung. Beispielsweise wird der Stoff, der im Innenraum von Autos verwendet wird, als Referenzmaterial dient.Video über Vliesstoff für Autopolster), Damenbinden, Windeln, Werbetaschen, Teppiche, Polsterartikel usw.
Eigenschaften von Vliesstoffen
1. Feuchtigkeit
2. Atmungsaktiv
3. Flexibel
4. Leichtgewicht
5. Nichtverbrennung
6. Leicht biologisch abbaubar, ungiftig und reizfrei.
7. Farbenfroh, preiswert, recycelbar
8. Kurze Bearbeitungszeiten, hohe Produktionsgeschwindigkeit, hoher Ausstoß
9. Kostengünstig, vielseitig
Gewebte Stoffe
Gewebte Stoffe entstehen durch die Bildung von Garnen und die Anwendung einer geeigneten Technik, beispielsweise durch das Verweben von Kette und Schuss.
Weben ist die gebräuchlichste Methode zur Herstellung von Stoffen und wird seit Jahrhunderten zur Fertigung verschiedenster Textilien eingesetzt. Beim Weben verlaufen zwei oder mehr Fäden senkrecht zueinander und bilden so ein Muster, das als Kette und Schuss bezeichnet wird.
Die Kettfäden verlaufen in Längsrichtung des Stoffes, während die Schussfäden quer über den Stoff verlaufen. Durch das Verweben dieser beiden Fäden entsteht ein Webmuster, das man Stoff nennt.
Beim Weben werden mindestens zwei Fadensysteme benötigt – ein System verläuft längs auf dem Webstuhl (Kette) und ein System verläuft über und unter der Kette, um den Stoff zu bilden (das ist der Schuss).
Auch zum Weben benötigt man eine Art Gestell, um die Spannung auf der Kette aufrechtzuerhalten – das ist der Webstuhl. Strick- und Häkelarbeiten bestehen aus einem langen Faden, der um sich selbst geschlungen wird, entweder mit einer Häkelnadel (Häkeln) oder mit zwei Stricknadeln (Stricken).
Strickmaschinen vollführen dieselbe Bewegung wie Handstricker, verwenden aber mehrere Nadeln. Handhäkeln lässt sich maschinell nicht entkoppeln. Die meisten Webstoffe sind nur bedingt dehnbar, es sei denn, man zieht schräg daran („im Fadenlauf“), während Strick- und Häkelstoffe extrem dehnbar sein können.
Die meisten Stoffe, die wir im Alltag verwenden, sind gewebt, z. B. Bekleidung, Vorhänge, Bettwäsche, Handtücher, Taschentücher usw.
Vier Unterschiede zwischen gewebten und nicht gewebten Stoffen
1. Material
Gewebte und nicht gewebte Stoffe unterscheiden sich stark in den verwendeten Rohstoffen. Gewebte Stoffe werden unter anderem aus Baumwolle, Wolle, Seide, Leinen, Ramie, Hanf und Leder hergestellt.
Das Vliesmaterial besteht aus Polypropylen (abgekürzt PP), PET, PA, Viskose, Acrylfasern, HDPE, PVC usw.
2. Herstellungsprozess
Ein gewebter Stoff entsteht durch die Verflechtung von Kett- und Schussfäden. Sein Name selbst deutet auf seine Bedeutung hin: „Gewebt“ (hergestellt durch den Prozess des Webens).
Vliesstoffe bestehen aus langen Fasern, die durch eine bestimmte Art von Hitze-, chemischer oder mechanischer Behandlung sehr gut miteinander verbunden wurden.
3. Haltbarkeit
Der gewebte Stoff ist haltbarer.
Die Vliesstoffe sind weniger haltbar.
4. Verwendung
Beispiele für Webstoffe: Alle Stoffe, die für Bekleidung und Polstermöbel verwendet werden.
Beispiele für Vliesstoffe: Verwendung in Taschen, Gesichtsmasken, Windeln, Tapeten, Industriefiltern, Einkaufstaschen usw.
Veröffentlichungsdatum: 17. April 2019


